Häufige Fragenund Antworten

Du weißt viel über Schuppenflechte, aber manches gibt dir ungelöste Rätsel auf? Damit du bestens informiert bleibst, erarbeitet ein Expertenteam Antworten zu häufig gestellten Fragen aus der Praxis. Hol dir hier laufend das Wissen, das du brauchst, um gegen Schuppenflechte wirksam vorzugehen – ganz nach dem Motto „TSCHÜSS SCHUPPENFLECHTE, HALLO LEBEN!

Schuppenflechte verstehen

Psoriasis – auch Schuppenflechte genannt – ist eine chronisch-entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankung. Sie wird durch ein Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren beeinflusst – wie zum Beispiel genetischer Veranlagung oder bestimmter Umwelteinflüsse. Darunter fallen unter anderem Übergewicht, Rauchen, Alkohol, Medikamente, Infektionen oder Stress.

Zur Person
Dr. Hannes Trattner
Dr. Hannes Trattner ist Facharzt für Dermatologie. Sein Spezialgebiet ist Psoriasis und ihre Begleiterkrankungen, allen voran Psoriasis-Arthritis. Am AKH Wien etablierte er eine interdisziplinäre, rheumatologische Sprechstunde innerhalb der Psoriasis-Ambulanz. Dadurch konnte die Versorgungsqualität von Patienten maßgeblich verbessert werden.

Die häufigste Form ist die Plaque-Psoriasis oder Psoriasis vulgaris – mehr als zwei Drittel aller Patienten leiden darunter. Typisch sind entzündete, rote, scharf begrenzte und schuppende Hautstellen, sogenannte Plaques, die an Körper und Kopfhaut auftreten können. Es kann aber auch zu Veränderungen an Nägeln und Gelenken kommen. Darüber hinaus gibt es auch andere Erscheinungsformen wie Psoriasis inversa (Entzündungen in Körperfalten wie z. B. in den Achselhöhlen), Psoriasis pustulosa (mit schmerzhafter Bläschenbildung), Psoriasis guttata (stecknadelkopfgroße Entzündungsherde) oder psoriatische Erythrodermie (schwere Entzündung mit großflächig geröteter Haut).

Zur Person
Dr. Hannes Trattner
Dr. Hannes Trattner ist Facharzt für Dermatologie. Sein Spezialgebiet ist Psoriasis und ihre Begleiterkrankungen, allen voran Psoriasis-Arthritis. Am AKH Wien etablierte er eine interdisziplinäre, rheumatologische Sprechstunde innerhalb der Psoriasis-Ambulanz. Dadurch konnte die Versorgungsqualität von Patienten maßgeblich verbessert werden.

Die bei Schuppenflechte typischen Plaques, die silbrig-rötlichen Erhebungen, werden durch eine Entzündungsreaktion hervorgerufen. Das passiert, wenn Botenstoffe verschiedene Immunzellen aktivieren. Biologika sind Antikörper, die diese Botenstoffe gezielt hemmen können. Die Entzündungsreaktion wird dadurch gestoppt, noch bevor sie in der Haut ankommt. Das kann man sich wie ein Kabel vorstellen, das ein Signal von A nach B überträgt. Wird dieses Kabel durchtrennt, kann das Signal nicht mehr weitergeleitet werden.

Zur Person
Dr. Hannes Trattner
Dr. Hannes Trattner ist Facharzt für Dermatologie. Sein Spezialgebiet ist Psoriasis und ihre Begleiterkrankungen, allen voran Psoriasis-Arthritis. Am AKH Wien etablierte er eine interdisziplinäre, rheumatologische Sprechstunde innerhalb der Psoriasis-Ambulanz. Dadurch konnte die Versorgungsqualität von Patienten maßgeblich verbessert werden.

Obwohl die Erkrankung bei jedem Patienten etwas anders aussieht, gibt es zwei typische Muster: Entweder die Schuppenflechte bricht vor dem 40. Lebensjahr aus, dann hat es meist genetische Ursachen. Oder sie tritt in der zweiten Lebenshälfte nach dem 40. Lebensjahr aufgrund verschiedener Umwelteinflüsse auf. Der weitere Krankheitsverlauf ist meist in Schüben: Phasen mit hoher und niedriger Belastung wechseln sich ab.

Zur Person
Dr. Hannes Trattner
Dr. Hannes Trattner ist Facharzt für Dermatologie. Sein Spezialgebiet ist Psoriasis und ihre Begleiterkrankungen, allen voran Psoriasis-Arthritis. Am AKH Wien etablierte er eine interdisziplinäre, rheumatologische Sprechstunde innerhalb der Psoriasis-Ambulanz. Dadurch konnte die Versorgungsqualität von Patienten maßgeblich verbessert werden.

Psoriasis ist nicht ansteckend, aber eine Vererbung ist durchaus möglich. Das Risiko, an Psoriasis zu erkranken, liegt bei 14% bzw. 41%, wenn ein oder beide Elternteile betroffen sind. Zudem spielen bei der Entstehung der Krankheit weitere Faktoren wie die persönlichen Lebensumstände eine Rolle. Generell gilt: Vier von zehn Psoriasis-Patienten haben Verwandte, die auch an der Krankheit leiden.

Zur Person
Dr. Hannes Trattner
Dr. Hannes Trattner ist Facharzt für Dermatologie. Sein Spezialgebiet ist Psoriasis und ihre Begleiterkrankungen, allen voran Psoriasis-Arthritis. Am AKH Wien etablierte er eine interdisziplinäre, rheumatologische Sprechstunde innerhalb der Psoriasis-Ambulanz. Dadurch konnte die Versorgungsqualität von Patienten maßgeblich verbessert werden.

In Österreich sind rund 250.000 Menschen von Psoriasis betroffen. Das sind knapp drei Prozent der Bevölkerung. Es gibt mit Sicherheit auch eine Dunkelziffer. Mir ist wichtig, dass sich Betroffene nicht zurückziehen. Der Psoriasis-Patient des 21. Jahrhunderts sollte seinen Alltag nicht nach der Schuppenflechte ausrichten, sondern ein selbstbestimmtes Leben führen. Mit der Diagnose Psoriasis muss man sich heute dank der Vielzahl moderner Therapien nicht mehr verstecken.

Zur Person
Dr. Hannes Trattner
Dr. Hannes Trattner ist Facharzt für Dermatologie. Sein Spezialgebiet ist Psoriasis und ihre Begleiterkrankungen, allen voran Psoriasis-Arthritis. Am AKH Wien etablierte er eine interdisziplinäre, rheumatologische Sprechstunde innerhalb der Psoriasis-Ambulanz. Dadurch konnte die Versorgungsqualität von Patienten maßgeblich verbessert werden.

Wir verwenden dazu verschiedene Methoden – eine ist der Psoriasis Area and Severity Index (PASI) um die Ausdehnung und Schwere der Erkrankung zu beurteilen. Dabei werden Rötung, Schuppung und Dicke der Plaques sowie die betroffene Körperoberfläche bewertet. Je nach Befall kann die Schuppenflechte somit in leicht, mittelschwer und schwer eingeteilt werden. Doch auch speziell befallenen Stellen wie z.B. die Kopfhaut, der Intimbereich oder die Nägel haben eine besondere Bedeutung in der Beurteilung. Ein weiteres Instrument ist der Dermatology of Life Quality Index (DLQI). Mit diesem Fragebogen wird die Belastung des Patienten im Alltag aufgezeigt.

Priv.-Doz. Dr. Hans Skvara

Zur Person
OA Priv.-Doz. Dr. Hans Skvara
Dr. Hans Skvara ist seit 2014 Oberarzt an der Abteilung für Dermatologie und Venerologie im Landesklinikum Wiener Neustadt. Zu seinen Spezialgebieten gehören die Früherkennung und Therapie entzündlicher Hauterkrankungen sowie Tumorerkrankungen der Haut und die operative Dermatologie.

Es ist hilfreich, wenn sich Patienten im Internet über Schuppenflechte informieren. Eine Internetrecherche kann Patienten dabei unterstützen, einen Psoriasis-Spezialisten zu finden oder einen Arztbesuch vorzubereiten. Zugleich kann auch der Online-Erfahrungsaustausch mit anderen Patienten wertvoll sein. Wichtig ist, auf die Qualität und Aktualität der Information zu achten. Ebenso, ob es sich um eine seriöse Informationsquelle handelt.

Doz. Dr. Paul Sator

Zur Person
Univ.-Doz. Dr. Paul Sator
Dr. Paul Sator ist erster Oberarzt der Dermatologischen Abteilung im Krankenhaus Hietzing. Zu seinen Spezialgebieten gehören Psoriasis, atopische Dermatitis (Neurodermitis), Hautkrebs und operative Dermatologie.

Bei Psoriasis muss ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt werden. Es ist noch zu früh, um Empfehlungen hinsichtlich einer bestimmten Diät für Psoriasis-Patienten auszusprechen. Es gibt jedoch erste Hinweise darauf, dass sich eine glutenfreie sowie mediterrane Ernährung, reich an Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D, positiv auswirken könnte. Viel wichtiger als spezifische Ernährungsempfehlungen ist es jedoch, Übergewicht zu vermeiden. Im Fettgewebe werden Entzündungsbotenstoffe gebildet, die nicht nur die Psoriasis selbst verstärken, sondern auch die Entwicklung von Begleiterkrankungen wie Depression oder Herzinfarkt begünstigen. Darüber hinaus sollten Betroffene Alkohol, Nikotin und psychischen Stress vermeiden, weil auch diese Faktoren die Erkrankung nachweislich verschlechtern.

Zur Person
Dr. Hannes Trattner
Dr. Hannes Trattner ist Facharzt für Dermatologie. Sein Spezialgebiet ist Psoriasis und ihre Begleiterkrankungen, allen voran Psoriasis-Arthritis. Am AKH Wien etablierte er eine interdisziplinäre, rheumatologische Sprechstunde innerhalb der Psoriasis-Ambulanz. Dadurch konnte die Versorgungsqualität von Patienten maßgeblich verbessert werden.

Gut vorbereitet ins Arztgespräch

Am meisten profitieren Betroffene davon, wenn sie sich auf das Arztgespräch ein wenig vorbereiten und schon vorab ihre Anliegen notieren. Zum Beispiel können sie sich die Frage stellen, wie sich die Psoriasis auf ihr Leben auswirkt und was sie gerne ändern möchten. Es ist auch immer gut, wenn Patienten alle Informationen zu vorherigen Therapien, Medikamenten und aufgetretenen Nebenwirkungen sowie aktuelle Blutbefunde mitnehmen.

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Dr. Hannes Trattner
Dr. Hannes Trattner ist Facharzt für Dermatologie. Sein Spezialgebiet ist Psoriasis und ihre Begleiterkrankungen, allen voran Psoriasis-Arthritis. Am AKH Wien etablierte er eine interdisziplinäre, rheumatologische Sprechstunde innerhalb der Psoriasis-Ambulanz. Dadurch konnte die Versorgungsqualität von Patienten maßgeblich verbessert werden.

Eine gute Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient ist eine zentrale Voraussetzung. Dazu zählen auch offene Gespräche, in denen die Erfolgschancen einer Therapie kritisch besprochen werden.

Priv.-Doz. Dr. Hans Skvara

Zur Person
OA Priv.-Doz. Dr. Hans Skvara
Dr. Hans Skvara ist seit 2014 Oberarzt an der Abteilung für Dermatologie und Venerologie im Landesklinikum Wiener Neustadt. Zu seinen Spezialgebieten gehören die Früherkennung und Therapie entzündlicher Hauterkrankungen sowie Tumorerkrankungen der Haut und die operative Dermatologie.

Am meisten profitieren Betroffene davon, wenn sie sich auf das Arztgespräch ein wenig vorbereiten und schon vorab ihre Anliegen notieren. Zum Beispiel können sie sich die Frage stellen, wie sich die Psoriasis auf ihr Leben auswirkt und was sie gerne ändern möchten. Es ist auch immer gut, wenn Patienten alle Informationen zu vorherigen Therapien, Medikamenten und aufgetretenen Nebenwirkungen sowie aktuelle Blutbefunde mitnehmen.

Priv.-Doz. Dr. Hans Skvara

Zur Person
OA Priv.-Doz. Dr. Hans Skvara
Dr. Hans Skvara ist seit 2014 Oberarzt an der Abteilung für Dermatologie und Venerologie im Landesklinikum Wiener Neustadt. Zu seinen Spezialgebieten gehören die Früherkennung und Therapie entzündlicher Hauterkrankungen sowie Tumorerkrankungen der Haut und die operative Dermatologie.

Eine gute Vorbereitung ist das A und O – denn gerade der Zeitdruck ist bei Untersuchungen eine große Herausforderung. Es hilft daher sehr, wenn Patienten einen Spickzettel mit ihren wichtigsten Fragen mitnehmen. Beim ersten Besuch ist es zudem wichtig, dass sie dem Arzt ihre Vortherapien sowie allfällige Begleiterkrankungen mitteilen und die Namen ihrer Medikamente wissen.

Doz. Dr. Paul Sator

Zur Person
Univ.-Doz. Dr. Paul Sator
Dr. Paul Sator ist erster Oberarzt der Dermatologischen Abteilung im Krankenhaus Hietzing. Zu seinen Spezialgebieten gehören Psoriasis, atopische Dermatitis (Neurodermitis), Hautkrebs und operative Dermatologie.

Ein offenes Gespräch mit dem Patienten ist eine wichtige Voraussetzung, um Ziele zu definieren und die richtige Therapie zu bestimmen. Therapieziele können sehr individuell sein. Sie hängen von der Schwere und dem Ausmaß der Erkrankung ab. Aber auch Begleiterkrankungen und die jeweilige Lebenssituation spielen eine Rolle.

Doz. Dr. Paul Sator

Zur Person
Univ.-Doz. Dr. Paul Sator
Dr. Paul Sator ist erster Oberarzt der Dermatologischen Abteilung im Krankenhaus Hietzing. Zu seinen Spezialgebieten gehören Psoriasis, atopische Dermatitis (Neurodermitis), Hautkrebs und operative Dermatologie.

Behandlungen einfach erklärt

Wir verfügen mittlerweile über eine breite Palette an wirksamen Therapien zur Behandlung von Psoriasis. Speziell Biologika haben große Fortschritte gebracht. Neueste Medikamente können bei einem Großteil der Patienten zu einer fast oder komplett von Psoriasis befreiten Haut führen. Das steigert auch die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Betroffenen.

Doz. Dr. Paul Sator

Zur Person
Univ.-Doz. Dr. Paul Sator
Dr. Paul Sator ist erster Oberarzt der Dermatologischen Abteilung im Krankenhaus Hietzing. Zu seinen Spezialgebieten gehören Psoriasis, atopische Dermatitis (Neurodermitis), Hautkrebs und operative Dermatologie.

Für den Einsatz einer Therapie ist entscheidend, wo und wie schwer die Schuppenflechte auftritt. Entzündungen an sichtbaren Stellen wie Gesicht, Kopfhaut und Nägeln oder im Intimbereich erfordern spezielle Medikation. Auch persönliche Voraussetzungen des Patienten müssen berücksichtigt werden – wie Alter, Geschlecht, Beruf, allgemeiner Gesundheitszustand oder berufliche Belastungen.

Doz. Dr. Paul Sator

Zur Person
Univ.-Doz. Dr. Paul Sator
Dr. Paul Sator ist erster Oberarzt der Dermatologischen Abteilung im Krankenhaus Hietzing. Zu seinen Spezialgebieten gehören Psoriasis, atopische Dermatitis (Neurodermitis), Hautkrebs und operative Dermatologie.

Biologika zählen zu den Systemtherapien und werden per Injektion oder als Infusion verabreicht. Sie hemmen gezielt bestimmte Botenstoffe im Körper – wie TNF-alpha oder Interleukine (IL), welche die Entzündung bei Psoriasis fördern. Die heute verfügbaren Biologika unterscheiden sich vor allem darin, welcher Botenstoff gehemmt wird und wie oft sie verabreicht werden. Während etwa TNF-alpha-Blocker alle ein bis zwei Wochen verabreicht werden müssen, sind es bei IL-Blockern alle 2 bis 4 Wochen und bei den neuesten IL-Blockern zwei bis drei Monate.

Doz. Dr. Paul Sator

Zur Person
Univ.-Doz. Dr. Paul Sator
Dr. Paul Sator ist erster Oberarzt der Dermatologischen Abteilung im Krankenhaus Hietzing. Zu seinen Spezialgebieten gehören Psoriasis, atopische Dermatitis (Neurodermitis), Hautkrebs und operative Dermatologie.

Patienten müssen keine Angst haben: Biologika sind mittlerweile sehr gut in Bezug auf ihre Wirksamkeit und Sicherheit erforscht. Ein weiterer Vorteil für Patienten ist, dass Biologika-Therapien nur wenige Nebenwirkungen mit sich bringen.

Doz. Dr. Paul Sator

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Univ.-Doz. Dr. Paul Sator
Dr. Paul Sator ist erster Oberarzt der Dermatologischen Abteilung im Krankenhaus Hietzing. Zu seinen Spezialgebieten gehören Psoriasis, atopische Dermatitis (Neurodermitis), Hautkrebs und operative Dermatologie.

Regelmäßige Arztkontrollen ermöglichen es, den Therapieerfolg genau festzustellen, aber auch Unverträglichkeiten und Begleiterkrankungen rechtzeitig zu erkennen. Nur so lassen sich Anpassungen bei der Medikation vornehmen und die bestmöglichen Ergebnisse erzielen.
Eine Psoriasis-Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK aus 2018 hat allerdings gezeigt, dass viele Patienten in Österreich wegen ihrer Schuppenflechte gar nicht zum Arzt gehen. Das ist alarmierend.

Doz. Dr. Paul Sator

Zur Person
Univ.-Doz. Dr. Paul Sator
Dr. Paul Sator ist erster Oberarzt der Dermatologischen Abteilung im Krankenhaus Hietzing. Zu seinen Spezialgebieten gehören Psoriasis, atopische Dermatitis (Neurodermitis), Hautkrebs und operative Dermatologie.

Viele Psoriasis-Patienten sind unzufrieden mit ihrer Therapie und leiden unter einer eingeschränkten Lebensqualität. Das muss nicht sein: Wir wissen heute sehr viel über die Erkrankung. Mit diesem Wissen konnten noch gezieltere Behandlungen entwickelt werden, die bei vielen Patienten zu einer komplett reinen Haut führen. Es ist somit sinnvoll, dass Patienten regelmäßig ihren Arzt aufsuchen und sich über neue Behandlungswege informieren.

Doz. Dr. Paul Sator

Zur Person
Univ.-Doz. Dr. Paul Sator
Dr. Paul Sator ist erster Oberarzt der Dermatologischen Abteilung im Krankenhaus Hietzing. Zu seinen Spezialgebieten gehören Psoriasis, atopische Dermatitis (Neurodermitis), Hautkrebs und operative Dermatologie.

Unabhängig vom Schweregrad der Psoriasis ist die Basispflege ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Dazu gehören rückfettende und pflegende Cremen, Salben oder Lotionen. Bei leichter Psoriasis erzielen zudem topische Therapien gute Ergebnisse – zum Beispiel mit Kortison- oder Vitamin-D3-Präparaten. Sie werden auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen.

Priv.-Doz. Dr. Hans Skvara

Zur Person
OA Priv.-Doz. Dr. Hans Skvara
Dr. Hans Skvara ist seit 2014 Oberarzt an der Abteilung für Dermatologie und Venerologie im Landesklinikum Wiener Neustadt. Zu seinen Spezialgebieten gehören die Früherkennung und Therapie entzündlicher Hauterkrankungen sowie Tumorerkrankungen der Haut und die operative Dermatologie.

Hier reichen Therapien „von außen“ meist nicht aus. Eine Systemtherapie wirkt von innen und hilft, massive Belastungen einzudämmen. Eine Form sind Biologika: Dabei handelt es sich um Eiweißmoleküle bzw. Antikörper, die gezielt entzündungsfördernde Botenstoffe unterbinden und so die Entzündungen im Körper hemmen. Neben Systemtherapien werden auch Fototherapien zur Bekämpfung mittelschwerer bis schwerer Psoriasis eingesetzt. Dabei wird die Haut mit ultraviolettem Licht bestrahlt.

Priv.-Doz. Dr. Hans Skvara

Zur Person
OA Priv.-Doz. Dr. Hans Skvara
Dr. Hans Skvara ist seit 2014 Oberarzt an der Abteilung für Dermatologie und Venerologie im Landesklinikum Wiener Neustadt. Zu seinen Spezialgebieten gehören die Früherkennung und Therapie entzündlicher Hauterkrankungen sowie Tumorerkrankungen der Haut und die operative Dermatologie.

In den letzten Jahren gab es speziell bei den modernen Biologika-Therapien sehr große Entwicklungsschritte. Eine vollkommene oder nahezu vollkommene Erscheinungsfreiheit der Haut ist durchaus ein realistisches Ziel geworden. Es muss aber auch erwähnt werden, dass nicht alle Patienten gleich von einer Therapie profitieren. Therapieziele zu definieren halte ich daher für besonders wichtig. Denn bei einem Patienten steht zum Beispiel eine weitgehend erscheinungsfreie Kopfhaut im Vordergrund, bei einem anderen Patienten vielleicht eher eine gut behandelte Nagelpsoriasis.

Priv.-Doz. Dr. Hans Skvara

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OA Priv.-Doz. Dr. Hans Skvara
Dr. Hans Skvara ist seit 2014 Oberarzt an der Abteilung für Dermatologie und Venerologie im Landesklinikum Wiener Neustadt. Zu seinen Spezialgebieten gehören die Früherkennung und Therapie entzündlicher Hauterkrankungen sowie Tumorerkrankungen der Haut und die operative Dermatologie.

Biologika werden in biotechnologischen Verfahren hergestellt. Sie werden dem Patienten als Injektion oder Infusion verabreicht. Biologika greifen gezielt in die Entzündung im Körper ein und halten diese auf.

Priv.-Doz. Dr. Hans Skvara

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OA Priv.-Doz. Dr. Hans Skvara
Dr. Hans Skvara ist seit 2014 Oberarzt an der Abteilung für Dermatologie und Venerologie im Landesklinikum Wiener Neustadt. Zu seinen Spezialgebieten gehören die Früherkennung und Therapie entzündlicher Hauterkrankungen sowie Tumorerkrankungen der Haut und die operative Dermatologie.

Bei Psoriasis schüttet der Körper zu viele entzündungsfördernde Botenstoffe aus. Dazu zählen der Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF-alpha) oder Interleukine. Diese sind für den andauernden Entzündungsprozess verantwortlich. Die verfügbaren Biologika unterscheiden sich dadurch, dass sie auf unterschiedliche Botenstoffe einwirken. Je nach Patient und Schweregrad der Erkrankung gilt es, das passende Medikament zu finden.

Priv.-Doz. Dr. Hans Skvara

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OA Priv.-Doz. Dr. Hans Skvara
Dr. Hans Skvara ist seit 2014 Oberarzt an der Abteilung für Dermatologie und Venerologie im Landesklinikum Wiener Neustadt. Zu seinen Spezialgebieten gehören die Früherkennung und Therapie entzündlicher Hauterkrankungen sowie Tumorerkrankungen der Haut und die operative Dermatologie.

Vor Therapiebeginn werden neben ausführlichen Diagnosegesprächen und Untersuchungen unter anderem eine Blutabnahme, ein Tuberkulose-Screening und der Check des Impfstatus durchgeführt. So können weitere Erkrankungen ausgeschlossen und Nebenwirkungen minimiert werden. Hierbei ist besonders eine Abklärung von Infektionskrankheiten wichtig. Bei Frauen wird zudem ein Schwangerschaftstest empfohlen.

Priv.-Doz. Dr. Hans Skvara

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OA Priv.-Doz. Dr. Hans Skvara
Dr. Hans Skvara ist seit 2014 Oberarzt an der Abteilung für Dermatologie und Venerologie im Landesklinikum Wiener Neustadt. Zu seinen Spezialgebieten gehören die Früherkennung und Therapie entzündlicher Hauterkrankungen sowie Tumorerkrankungen der Haut und die operative Dermatologie.

Coronavirus: Was Menschen mit Schuppenflechte wissen sollten

Die Verbreitung des Coronavirus (medizinische Bezeichnung SARS-CoV-2) und der Coronavirus-Erkrankung (medizinische Bezeichnung COVID-19) bereitet vielen Menschen Sorgen. Patienten mit einer chronisch entzündlichen Erkrankung wie der  Schuppenflechte sind verunsichert und haben viele Fragen: Bin ich besonders gefährdet? Soll ich meine Medikamente überhaupt noch nehmen? Privatdozent Dr. Wolfgang Weger, stellvertretender Leiter der Psoriasis-Spezialambulanz an der Medizinischen Universität Graz, beantwortet die am häufigsten gestellten Fragen

Aus bisherigen Erfahrungen weiß man, dass Patienten mit Vorerkrankungen schwerer von COVID-19 betroffen sein können als gesunde Menschen. Bei diesen Vorerkrankungen handelt es sich prinzipiell um Herzkreislauf-, Lungen-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen. Diese sind oft gepaart mit hohem Lebensalter.

Zur Person
Privatdozent Dr. Wolfgang Weger
Privatdozent Dr. Wolfgang Weger ist Facharzt für Dermatologie. Das Fachgebiet von PD Dr. Wolfgang Weger umfasst klinische und wissenschaftliche Tätigkeiten mit Schwerpunkt Psoriasis. Er baute die Psoriasis-Ambulanz mit auf und ist heute stellvertretender Leiter.

Wenn Sie mit Schuppenflechte leben, könnten Sie den  Rückschluss ziehen, auch einem erhöhten Risiko für COVID-19 ausgesetzt zu sein. Für Ihre Schuppenflechte ist das allerdings nicht bewiesen und umso unwahrscheinlicher, je besser Ihre Erkrankung kontrolliert ist. Es ist bislang nicht davon auszugehen, dass Sie leichter COVID-19 bekommen können und es ist auch nicht gewiss, ob Ihre Grunderkrankung den Verlauf von COVID-19 negativ beeinflussen würde. Wenn Ihre Erkrankung mit einer immunmodulierenden Therapie* behandelt wird, haben Sie ein geringfügig erhöhtes Risiko für schwere Atemwegsinfekte und dies gilt vermutlich auch für das Virus SARS-CoV-2.

* Das sind systemische Therapien, die Entzündungsprozesse im Körper unterbinden. Dazu gehören Tabletten und Kapseln mit unterschiedlichen Wirkstoffen wie Kortison. Auch moderne Biologika, die als Injektion oder Infusion verabreicht werden, zählen zu dieser Gruppe.

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Privatdozent Dr. Wolfgang Weger
Privatdozent Dr. Wolfgang Weger ist Facharzt für Dermatologie. Das Fachgebiet von PD Dr. Wolfgang Weger umfasst klinische und wissenschaftliche Tätigkeiten mit Schwerpunkt Psoriasis. Er baute die Psoriasis-Ambulanz mit auf und ist heute stellvertretender Leiter.

Klare Antwort: Nein! Setzen Sie Ihre Medikamente nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Ihr Arzt hat Ihnen diese Therapie verordnet, um Ihre Grunderkrankung zu kontrollieren. Sollte diese Kontrolle verloren gehen, kann das dazu führen, dass sich Ihre Grunderkrankung stark verschlechtert und Sie auf verfügbare Therapien in Zukunft vielleicht nicht mehr ausreichend ansprechen

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Privatdozent Dr. Wolfgang Weger
Privatdozent Dr. Wolfgang Weger ist Facharzt für Dermatologie. Das Fachgebiet von PD Dr. Wolfgang Weger umfasst klinische und wissenschaftliche Tätigkeiten mit Schwerpunkt Psoriasis. Er baute die Psoriasis-Ambulanz mit auf und ist heute stellvertretender Leiter.

Kontaktieren Sie umgehend Ihren behandelten Arzt. Bisher sind Patienten mit Schuppenflechte unter einer immunmodulierenden Therapie* extrem selten mit einer COVID-19 Infektion aufgefallen. Wie man im Einzelfall vorgeht, hängt von den verschiedenen Medikamenten selbst ab. Meist wird es wenig sinnvoll sein, die Behandlung zum Beginn der Infektion abzusetzen, da viele Medikamente Wirkspiegel aufbauen, die nach Verabreichung länger im Körper bleiben. Somit würde die Wirkung der Medikamente erst nachlassen, wenn die Infektion bereits ausgestanden ist. Sollte die Verabreichung eines Biologikums direkt in die Infektionsperiode hineinfallen, sollte man mit der neuerlichen Gabe zuwarten bis die Infektion überstanden ist.

* Das sind systemische Therapien, die Entzündungsprozesse im Körper unterbinden. Dazu gehören Tabletten und Kapseln mit unterschiedlichen Wirkstoffen wie Kortison. Auch moderne Biologika, die als Injektion oder Infusion verabreicht werden, zählen zu dieser Gruppe.

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Privatdozent Dr. Wolfgang Weger
Privatdozent Dr. Wolfgang Weger ist Facharzt für Dermatologie. Das Fachgebiet von PD Dr. Wolfgang Weger umfasst klinische und wissenschaftliche Tätigkeiten mit Schwerpunkt Psoriasis. Er baute die Psoriasis-Ambulanz mit auf und ist heute stellvertretender Leiter.

Wenn Sie sich gesund fühlen und Ihre Grunderkrankung unter Kontrolle ist, sollten Sie derzeit kein Krankenhaus aufzusuchen. Aktuell werden in den meisten Spezialambulanzen telefonische bzw. teledermatologische Visiten angeboten, um Unklarheiten abzuklären und die Weiterverordnungen von Medikamenten sicherzustellen. Wenn Sie sich krank fühlen und Ihre Schuppenflechte schlecht oder gar nicht kontrolliert ist, setzen Sie sich bitte unverzüglich mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung.

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Privatdozent Dr. Wolfgang Weger
Privatdozent Dr. Wolfgang Weger ist Facharzt für Dermatologie. Das Fachgebiet von PD Dr. Wolfgang Weger umfasst klinische und wissenschaftliche Tätigkeiten mit Schwerpunkt Psoriasis. Er baute die Psoriasis-Ambulanz mit auf und ist heute stellvertretender Leiter.

Nehmen Sie am besten Kontakt mit Ihrem Hautarzt bzw. Ihrer betreuenden Spezialambulanz auf. Wenn dort niemand verfügbar ist und Ihre Beschwerden akut sind, gehen Sie nach telefonischer Rücksprache in die nächste Notaufnahme.

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Privatdozent Dr. Wolfgang Weger
Privatdozent Dr. Wolfgang Weger ist Facharzt für Dermatologie. Das Fachgebiet von PD Dr. Wolfgang Weger umfasst klinische und wissenschaftliche Tätigkeiten mit Schwerpunkt Psoriasis. Er baute die Psoriasis-Ambulanz mit auf und ist heute stellvertretender Leiter.

Die Spezialabteilungen in den Kliniken sind unter der Woche telefonisch, per Mail oder einige Abteilungen teledermatologisch (z.B. Universitätsklinik für Dermatologie Graz) erreichbar. Es kann in der derzeitigen Situation aber sein, dass gewisse Ambulanzen nicht an allen Wochentagen besetzt sind, auch wenn sie das üblicherweise sind.

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Privatdozent Dr. Wolfgang Weger
Privatdozent Dr. Wolfgang Weger ist Facharzt für Dermatologie. Das Fachgebiet von PD Dr. Wolfgang Weger umfasst klinische und wissenschaftliche Tätigkeiten mit Schwerpunkt Psoriasis. Er baute die Psoriasis-Ambulanz mit auf und ist heute stellvertretender Leiter.

Alle Menschen in Österreich sollten nach den geltenden Regeln der Gesundheitsbehörde getestet werden. Es bestehen derzeit keine Vorgaben, Risikopatienten mit Ihren Erkrankungen bevorzugt zu testen. Auf jeden Fall sollten Sie unnötige Krankenhausbesuche unterlassen und sich bei Anzeichen (Husten, Fieber, Atemnot oder auch Durchfall) testen lassen und/oder isolieren.

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Privatdozent Dr. Wolfgang Weger
Privatdozent Dr. Wolfgang Weger ist Facharzt für Dermatologie. Das Fachgebiet von PD Dr. Wolfgang Weger umfasst klinische und wissenschaftliche Tätigkeiten mit Schwerpunkt Psoriasis. Er baute die Psoriasis-Ambulanz mit auf und ist heute stellvertretender Leiter.

Für Sie gelten die gleichen Empfehlungen der Regierung wie für alle anderen Menschen in Österreich. Halten Sie genügend Abstand, waschen Sie Ihre Hände häufig und berühren Sie nicht Augen, Nase und Mund. Tragen Sie Ihren Mund-Nasenschutz wie vorgegeben. Weitere spezielle Schutzmaßnahmen für chronisch kranke Patienten sind derzeit nicht vorgesehen.

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Privatdozent Dr. Wolfgang Weger
Privatdozent Dr. Wolfgang Weger ist Facharzt für Dermatologie. Das Fachgebiet von PD Dr. Wolfgang Weger umfasst klinische und wissenschaftliche Tätigkeiten mit Schwerpunkt Psoriasis. Er baute die Psoriasis-Ambulanz mit auf und ist heute stellvertretender Leiter.